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Bewachung & Objektschutz

Werkschutz für Industrie- und Logistikbetriebe rund um Stuttgart

Ein Werk funktioniert anders als ein Bürogebäude: Schichtwechsel, Lieferverkehr, Fremdfirmen und Bereiche, die nicht jeder betreten darf. Wir übernehmen Pfortendienst, Kontrollen und Rundgänge so, dass sie zu Ihren Betriebsabläufen, Ihrem Arbeitsschutz und Ihren Betriebsvereinbarungen passen.

  • Pforte, Rundgänge und Alarmverfolgung kombinierbar
  • Einsatzkräfte mit Unterrichtung, Leitung mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO
  • Auch nachts, an Wochenenden und in Betriebsferien
  • Industriekunde Feintool gehört zu unseren Auftraggebern
SOX-Sicherheitskraft in einer Produktionshalle
Seit 2009
Sicherheitsdienst aus Rutesheim
Über 500 Kunden
Unternehmen, Veranstalter, Privatpersonen
§ 34a GewO
Unterrichtung bzw. Sachkundeprüfung
Rund um die Uhr
telefonisch erreichbar

Was Werkschutz vom allgemeinen Objektschutz unterscheidet

Beim Objektschutz steht die Sicherung eines Gebäudes oder Geländes gegen Einbruch, Diebstahl und Vandalismus im Vordergrund. Werkschutz, oft auch Betriebsschutz genannt, ist dagegen in den laufenden Betrieb eingebunden: Die Sicherheitskräfte regeln, wer und was das Werk betritt und verlässt, kennen Schichtzeiten und Anlieferfenster und wissen, welche Zonen nur mit Berechtigung zugänglich sind. Außerhalb der Arbeitszeit kommen Rundgänge durch Hallen, Lager und Außenflächen hinzu.

Geschützt wird damit auch Know-how. Informationen gelten nach § 2 Geschäftsgeheimnisgesetz nur dann als Geschäftsgeheimnis, wenn ihr Inhaber angemessene Geheimhaltungsmaßnahmen trifft. Zutrittsregeln für Entwicklung oder Musterbau, eine Begleitpflicht für Besucher und ein Fotografierverbot in sensiblen Zonen können dazu gehören.

Aufgaben an Tor, Gelände und in den Hallen

Welche Aufgaben die Sicherheitskräfte übernehmen, legt die Dienstanweisung fest. Typisch sind:

Pfortendienst und Zutritt

Werksausweise prüfen, Schranken und Tore bedienen, Schlüssel ausgeben und zurücknehmen. Bei elektronischen Zutrittskontrollsystemen kümmert sich die Pforte um Ausgabe und Sperrung der Karten.

Rundgänge in Produktion und Lager

Tore, Fluchtwege und Brandschutztüren prüfen, auf Leckagen, ungewöhnliche Geräusche oder Gerüche achten und kontrollieren, ob Anlagen wie vorgesehen laufen oder stillstehen. Auffälligkeiten und Mängel kommen in den Bericht.

Schlüssel und Alarmanlagen

Schlüsselbuch führen, Gebäude zum Betriebsende verschließen, Einbruchmeldeanlage scharf schalten. Für die Nachtstunden lässt sich die feste Besetzung durch eine aufgeschaltete Alarmanlage mit Alarmverfolgung ergänzen.

Schichtwechsel und Übergaben

Jede Schicht übergibt offene Vorgänge, ausgegebene Schlüssel und Besonderheiten schriftlich an die nächste, damit beim Personalwechsel nichts verloren geht.

Besucher, Fremdfirmen und Lieferverkehr regeln

Legen Sie für jede Gruppe vorher fest, was die Pforte prüft und wer im Betrieb im Zweifel entscheidet.

Wer kommtWas die Pforte erledigtWas der Betrieb vorab regeln sollte
BesucherAnmeldung prüfen, Besucherausweis ausgeben, Gastgeber verständigen, Abmeldung festhaltenWer Besucher anmelden darf, ob Begleitpflicht gilt, welche Sicherheits- und Datenschutzhinweise ausgehändigt werden
Fremdfirmen und HandwerkerAbgleich mit der Freigabe, Kontrolle der geforderten Nachweise, Ausgabe von Ausweis und SchlüsselNach § 8 Arbeitsschutzgesetz müssen Sie sich vergewissern, dass Fremdfirmen-Beschäftigte angemessene Anweisungen zu den Gefahren in Ihrem Betrieb erhalten haben. Die Pforte kann den Nachweis kontrollieren, die Pflicht bleibt beim Betrieb. Für Schweiß- und Trennarbeiten ist unter Umständen eine Brandwache während und nach den Heißarbeiten vorzusehen.
Lkw und LieferantenAnmeldung, Abgleich der Frachtpapiere, Zuweisung von Rampe oder WarteflächeAnlieferzeiten, Wartezonen und ob ausfahrende Fahrzeuge kontrolliert werden
Beschäftigte außerhalb ihrer SchichtZutritt nur mit gültigem Ausweis oder nach RückfrageWer nachts und am Wochenende ins Werk darf und wen die Pforte anruft
Feuerwehr, Rettungsdienst, PolizeiTore öffnen, Einsatzkräfte empfangen und zum Einsatzort führenFeuerwehrpläne und Schlüssel für Einsatzkräfte griffbereit an der Pforte

Kontrollen bei Beschäftigten und Fremden: die rechtlichen Grenzen

Werkschutzkräfte handeln mit den Rechten, die jeder Bürger hat, und mit den Befugnissen, die ihnen der Betrieb überträgt – hoheitliche Rechte wie die Polizei haben sie nicht. Taschen, Spinde oder Fahrzeuge gegen den Willen einer Person zu durchsuchen, ist ihnen nicht erlaubt. Kontrollen brauchen eine klare Grundlage: bei Beschäftigten in der Regel eine Betriebsvereinbarung, bei Besuchern, Fahrern und Fremdfirmen das Hausrecht und die Zustimmung der Betroffenen. Besucher oder Fahrer, die eine Kontrolle ablehnen, können am Tor abgewiesen werden.

Gibt es einen Betriebsrat, sind Tor- und Taschenkontrollen bei Beschäftigten nach § 87 Abs. 1 Nr. 1 Betriebsverfassungsgesetz mitbestimmungspflichtig. Das Bundesarbeitsgericht hat Kontrollen als verhältnismäßig bestätigt, bei denen ein Zufallsgenerator die Kontrollierten auswählt und niemand vor den Augen anderer kontrolliert wird (Beschluss vom 15.04.2014, 1 ABR 2/13). Eine heimliche Schrankkontrolle kann dagegen dazu führen, dass die Funde vor Gericht nicht verwertet werden dürfen (BAG, Urteil vom 20.06.2013, 2 AZR 546/12). Videoüberwachung und Zutrittssysteme, die Beschäftigte erfassen, unterliegen ebenfalls der Mitbestimmung (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG). Die Regelung für Ihr Werk sollten Sie arbeitsrechtlich prüfen lassen.

Ertappen die Kräfte jemanden auf frischer Tat, etwa beim Hinaustragen von Material, ist eine vorläufige Festnahme nach § 127 Abs. 1 StPO zulässig, sofern die Person fluchtverdächtig ist oder sich ihre Identität nicht sofort klären lässt. Die Mittel müssen verhältnismäßig sein, die Polizei wird sofort verständigt. Wo Jedermannsrechte und Hausrecht enden, zeigt unser Ratgeber zu Rechten und Grenzen im Wachdienst.

Notfall- und Alarmierungsabläufe festlegen

Für Brand, Unfall, Einbruch und technische Störungen sollte vorher feststehen, wer was tut.

  1. 1

    Meldung aufnehmen

    Ein Alarm der Brand- oder Einbruchmeldeanlage, ein Anruf aus dem Werk oder eine eigene Feststellung beim Rundgang.

  2. 2

    Notruf absetzen

    Bei Feuer, Verletzten oder Einbrechern im Gebäude sofort Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei rufen. Eigene Erkundung darf den Notruf nicht verzögern und niemanden gefährden.

  3. 3

    Interne Alarmkette auslösen

    Die benannten Personen informieren, etwa Werkleitung, Rufbereitschaft der Instandhaltung oder Fachkraft für Arbeitssicherheit – in festgelegter Reihenfolge und mit aktuellen Nummern.

  4. 4

    Einsatzkräfte lotsen

    Tore öffnen, Zufahrten freihalten und Feuerwehr oder Polizei zum richtigen Gebäude führen. Auf einem großen Gelände entscheidet Ortskenntnis über Minuten.

  5. 5

    Dokumentieren und übergeben

    Uhrzeiten, Maßnahmen und Beteiligte festhalten und an die Verantwortlichen im Betrieb weitergeben.

Werksruhe, Betriebsferien und Wochenenden

Steht die Produktion still, fällt ein Einbruch, ein Wasserschaden oder ein Schwelbrand womöglich erst Tage später auf. Betriebsferien im Sommer und zwischen den Jahren sind deshalb klassische Zeiten für zusätzliche Bewachung: von der durchgehend besetzten Pforte über mehrere Rundgänge pro Schicht bis zu mehreren Anfahrten pro Nacht durch einen Revierfahrer in Verbindung mit einer Alarmaufschaltung.

Sollen Sicherheitskräfte technische Anlagen wie Heizung oder Pumpen kontrollieren oder bedienen, gehört diese Nebentätigkeit laut Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 23 (Durchführungsanweisungen zu § 6) ausdrücklich in die auftragsbezogene Dienstanweisung. Für Kameras halten die Datenschutzaufsichtsbehörden in Urlaubszeiten ohne Geschäftsbetrieb eine längere Speicherdauer für möglich, aber nur mit Begründung und nicht pauschal für alle Kameras.

Vor dem ersten Dienst klären

Diese Punkte gehören in die Dienstanweisung oder die Einweisungsunterlagen:

  • Aufgaben und Besetzungszeiten je Posten, einschließlich erlaubter Nebentätigkeiten
  • Ansprechpartner und Alarmkette mit Vertretungen für Nacht, Wochenende und Betriebsferien
  • Regeln für Besucher, Fremdfirmen, Lieferverkehr und Beschäftigte außerhalb der Schicht
  • Schlüssel, Zutrittsmedien und Codes: Ausgabe, Aufbewahrung, Vorgehen bei Verlust
  • Rundgangswege, die sicher begehbar und ausreichend beleuchtet sind
  • Gefahrenbereiche wie Gefahrstofflager oder Hochregale und die nötige Schutzausrüstung
  • Bestehende Betriebsvereinbarungen zu Kontrollen, Video und Zutrittssystemen
  • Form und Häufigkeit der Berichte

Nachtkräfte sollen das Gelände nicht nur im Dunkeln, sondern auch bei Tageslicht gezeigt bekommen – so steht es in den Erläuterungen zur DGUV Vorschrift 23. § 6 dieser Vorschrift erlaubt die Übernahme eines Wachauftrags außerdem nur, wenn vermeidbare Gefahrstellen beseitigt oder ausreichend abgesichert sind.

Kostenfaktoren im Werkschutz

Grundlage des Preises sind fast immer die geleisteten Stunden. Orientierungswerte finden Sie in unserer Kostenübersicht für Sicherheitsdienste.

FaktorWas dahintersteckt
BesetzungszeitenEine rund um die Uhr besetzte Pforte bedeutet etwa 730 Einsatzstunden im Monat, rechnerisch mehr als vier Vollzeitstellen, Vertretung bei Urlaub und Krankheit nicht eingerechnet. Prüfen Sie, ob Personal zu Schicht- und Anlieferzeiten plus Technik für die übrigen Stunden ausreicht.
Nacht, Sonntag, FeiertagNach dem für allgemeinverbindlich erklärten Lohntarifvertrag für das Sicherheitsgewerbe in Baden-Württemberg erhöht sich der Stundengrundlohn nachts zwischen 20 und 6 Uhr um 15 %, sonntags um 35 % und an Feiertagen um 100 %. An Heiligabend und Silvester gilt der Feiertagszuschlag ab 12 Uhr. Betriebsferien zwischen den Jahren werden dadurch spürbar teurer.
Geforderte QualifikationVerlangen Sie einen Abschluss wie die Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft, gilt nach Tarifvertrag eine höhere Lohngruppe.
AufgabenumfangLkw-Abfertigung, Waagen- oder Zutrittssysteme und zusätzliche Kontrollen erhöhen Einarbeitung und Personalbedarf.
Kombination mit TechnikAlarmaufschaltung und Videoüberwachung können Personalstunden ersetzen, haben aber eigene Einrichtungs- und laufende Kosten.

Einsatzgebiet und Anfahrt

Unser Firmensitz ist Rutesheim. Ohne Verkehr beträgt die Fahrzeit nach Leonberg rund 8 Minuten, nach Sindelfingen etwa 22 und bis Stuttgart-Mitte ungefähr 29 Minuten. Bei fest eingeplanten Diensten spielt die Anfahrt kaum eine Rolle, wohl aber, wenn ein Alarm eine Anfahrt auslöst. Welche Fahrzeit für Ihr Werk realistisch ist, nennen wir Ihnen vorab. Weitere Orte unter Einsatzgebiete.

Aus unseren Einsätzen

Firmengelände von Feintool – Kunde von SOX Sicherheitsdienst

Industriekunde Feintool

Das Industrieunternehmen Feintool zählt zu unseren Kunden.

Häufige Fragen: Werkschutz

Reicht für unser Werk Objektschutz oder brauchen wir Werkschutz?

Das hängt davon ab, ob während der Arbeitszeit Personen, Fahrzeuge und Waren kontrolliert werden sollen. Geht es nur darum, das Gelände nachts und am Wochenende zu sichern, genügen oft Rundgänge, Kontrollfahrten oder eine Alarmaufschaltung. Laufen Besucher, Fremdfirmen und Lieferverkehr über eine Pforte oder müssen sensible Bereiche abgegrenzt werden, brauchen Sie Werkschutz. Beides lässt sich kombinieren, etwa eine besetzte Pforte tagsüber und Kontrollfahrten nachts.

Dürfen Ihre Sicherheitskräfte Taschen und Autos unserer Mitarbeiter kontrollieren?

Nur auf einer geregelten Grundlage und nie gegen den Willen der Person. Gibt es einen Betriebsrat, werden Tor- und Taschenkontrollen mit ihm vereinbart, meist in einer Betriebsvereinbarung. Sie legt fest, wer nach welchem Verfahren kontrolliert wird, wo das geschieht und was bei einer Weigerung passiert. Ohne Betriebsrat sollten die Regeln trotzdem schriftlich festgelegt, allen bekannt und verhältnismäßig sein. Heimliche Durchsuchungen sollten Sie vermeiden.

Welche Qualifikation brauchen Sicherheitskräfte im Werkschutz?

Wer für einen Bewachungsunternehmer arbeitet, muss zumindest die Unterrichtung nach § 34a GewO bei einer IHK absolviert haben. Für Pfortendienst mit Zugangskontrolle und Rundgänge auf einem abgezäunten Werksgelände reicht das laut einer unverbindlichen IHK-Abgrenzung meist aus. Die Sachkundeprüfung schreibt das Gesetz unter anderem für Kontrollgänge vor, die im öffentlichen Verkehrsraum oder in öffentlich zugänglichen Bereichen stattfinden; im Zweifel entscheidet die zuständige Gewerbebehörde. Zusätzliche Abschlüsse wie die Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft können Sie vertraglich verlangen. Welche Qualifikation eingesetzt wird, steht in unserem Angebot.

Eigener Werkschutz oder externer Sicherheitsdienst – was passt besser?

Eigene Beschäftigte kennen Abläufe und Kollegen und brauchen für die Bewachung des eigenen Werks nach Einordnung der IHK keine Erlaubnis nach § 34a GewO. Dafür organisiert der Betrieb Dienstpläne, Vertretungen, Schulungen und die Besetzung in Nächten und an Wochenenden selbst. Ein Dienstleister übernimmt diese Planung und braucht die Erlaubnis nach § 34a GewO sowie eine Haftpflichtversicherung nach der Bewachungsverordnung. Auch Mischformen sind möglich, etwa eigene Pforte am Tag und externer Dienst nachts und in den Betriebsferien.

Was passiert mit den Daten von Besuchern und Fremdfirmen?

Name, Firma, Besuchszeit und gegebenenfalls das Kennzeichen sind personenbezogene Daten. Besucher müssen nach Art. 13 DSGVO informiert werden, zum Beispiel per Aushang an der Pforte. Besucherlisten sollten so geführt werden, dass spätere Besucher frühere Einträge nicht lesen können. Wie lange die Daten aufbewahrt werden, gehört in Ihr Löschkonzept. Eine einheitliche gesetzliche Frist gibt es nicht, maßgeblich ist der Zweck.

Übernehmen Sie Werkschutz auch nur für Betriebsferien oder einzelne Wochenenden?

Ja. Auch für wenige Tage braucht es vorher eine Begehung des Geländes, festgelegte Rundgänge, eine Alarmkette und die Einweisung der Einsatzkräfte. Planen Sie für die Zeit um den Jahreswechsel etwas Vorlauf ein.

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