Bewachung & Objektschutz
Werkschutz für Industrie- und Logistikbetriebe rund um Stuttgart
Ein Werk funktioniert anders als ein Bürogebäude: Schichtwechsel, Lieferverkehr, Fremdfirmen und Bereiche, die nicht jeder betreten darf. Wir übernehmen Pfortendienst, Kontrollen und Rundgänge so, dass sie zu Ihren Betriebsabläufen, Ihrem Arbeitsschutz und Ihren Betriebsvereinbarungen passen.
- Pforte, Rundgänge und Alarmverfolgung kombinierbar
- Einsatzkräfte mit Unterrichtung, Leitung mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO
- Auch nachts, an Wochenenden und in Betriebsferien
- Industriekunde Feintool gehört zu unseren Auftraggebern

Was Werkschutz vom allgemeinen Objektschutz unterscheidet
Beim Objektschutz steht die Sicherung eines Gebäudes oder Geländes gegen Einbruch, Diebstahl und Vandalismus im Vordergrund. Werkschutz, oft auch Betriebsschutz genannt, ist dagegen in den laufenden Betrieb eingebunden: Die Sicherheitskräfte regeln, wer und was das Werk betritt und verlässt, kennen Schichtzeiten und Anlieferfenster und wissen, welche Zonen nur mit Berechtigung zugänglich sind. Außerhalb der Arbeitszeit kommen Rundgänge durch Hallen, Lager und Außenflächen hinzu.
Geschützt wird damit auch Know-how. Informationen gelten nach § 2 Geschäftsgeheimnisgesetz nur dann als Geschäftsgeheimnis, wenn ihr Inhaber angemessene Geheimhaltungsmaßnahmen trifft. Zutrittsregeln für Entwicklung oder Musterbau, eine Begleitpflicht für Besucher und ein Fotografierverbot in sensiblen Zonen können dazu gehören.
Aufgaben an Tor, Gelände und in den Hallen
Welche Aufgaben die Sicherheitskräfte übernehmen, legt die Dienstanweisung fest. Typisch sind:
Pfortendienst und Zutritt
Werksausweise prüfen, Schranken und Tore bedienen, Schlüssel ausgeben und zurücknehmen. Bei elektronischen Zutrittskontrollsystemen kümmert sich die Pforte um Ausgabe und Sperrung der Karten.
Rundgänge in Produktion und Lager
Tore, Fluchtwege und Brandschutztüren prüfen, auf Leckagen, ungewöhnliche Geräusche oder Gerüche achten und kontrollieren, ob Anlagen wie vorgesehen laufen oder stillstehen. Auffälligkeiten und Mängel kommen in den Bericht.
Schlüssel und Alarmanlagen
Schlüsselbuch führen, Gebäude zum Betriebsende verschließen, Einbruchmeldeanlage scharf schalten. Für die Nachtstunden lässt sich die feste Besetzung durch eine aufgeschaltete Alarmanlage mit Alarmverfolgung ergänzen.
Schichtwechsel und Übergaben
Jede Schicht übergibt offene Vorgänge, ausgegebene Schlüssel und Besonderheiten schriftlich an die nächste, damit beim Personalwechsel nichts verloren geht.
Besucher, Fremdfirmen und Lieferverkehr regeln
Legen Sie für jede Gruppe vorher fest, was die Pforte prüft und wer im Betrieb im Zweifel entscheidet.
| Wer kommt | Was die Pforte erledigt | Was der Betrieb vorab regeln sollte |
|---|---|---|
| Besucher | Anmeldung prüfen, Besucherausweis ausgeben, Gastgeber verständigen, Abmeldung festhalten | Wer Besucher anmelden darf, ob Begleitpflicht gilt, welche Sicherheits- und Datenschutzhinweise ausgehändigt werden |
| Fremdfirmen und Handwerker | Abgleich mit der Freigabe, Kontrolle der geforderten Nachweise, Ausgabe von Ausweis und Schlüssel | Nach § 8 Arbeitsschutzgesetz müssen Sie sich vergewissern, dass Fremdfirmen-Beschäftigte angemessene Anweisungen zu den Gefahren in Ihrem Betrieb erhalten haben. Die Pforte kann den Nachweis kontrollieren, die Pflicht bleibt beim Betrieb. Für Schweiß- und Trennarbeiten ist unter Umständen eine Brandwache während und nach den Heißarbeiten vorzusehen. |
| Lkw und Lieferanten | Anmeldung, Abgleich der Frachtpapiere, Zuweisung von Rampe oder Wartefläche | Anlieferzeiten, Wartezonen und ob ausfahrende Fahrzeuge kontrolliert werden |
| Beschäftigte außerhalb ihrer Schicht | Zutritt nur mit gültigem Ausweis oder nach Rückfrage | Wer nachts und am Wochenende ins Werk darf und wen die Pforte anruft |
| Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei | Tore öffnen, Einsatzkräfte empfangen und zum Einsatzort führen | Feuerwehrpläne und Schlüssel für Einsatzkräfte griffbereit an der Pforte |
Kontrollen bei Beschäftigten und Fremden: die rechtlichen Grenzen
Werkschutzkräfte handeln mit den Rechten, die jeder Bürger hat, und mit den Befugnissen, die ihnen der Betrieb überträgt – hoheitliche Rechte wie die Polizei haben sie nicht. Taschen, Spinde oder Fahrzeuge gegen den Willen einer Person zu durchsuchen, ist ihnen nicht erlaubt. Kontrollen brauchen eine klare Grundlage: bei Beschäftigten in der Regel eine Betriebsvereinbarung, bei Besuchern, Fahrern und Fremdfirmen das Hausrecht und die Zustimmung der Betroffenen. Besucher oder Fahrer, die eine Kontrolle ablehnen, können am Tor abgewiesen werden.
Gibt es einen Betriebsrat, sind Tor- und Taschenkontrollen bei Beschäftigten nach § 87 Abs. 1 Nr. 1 Betriebsverfassungsgesetz mitbestimmungspflichtig. Das Bundesarbeitsgericht hat Kontrollen als verhältnismäßig bestätigt, bei denen ein Zufallsgenerator die Kontrollierten auswählt und niemand vor den Augen anderer kontrolliert wird (Beschluss vom 15.04.2014, 1 ABR 2/13). Eine heimliche Schrankkontrolle kann dagegen dazu führen, dass die Funde vor Gericht nicht verwertet werden dürfen (BAG, Urteil vom 20.06.2013, 2 AZR 546/12). Videoüberwachung und Zutrittssysteme, die Beschäftigte erfassen, unterliegen ebenfalls der Mitbestimmung (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG). Die Regelung für Ihr Werk sollten Sie arbeitsrechtlich prüfen lassen.
Ertappen die Kräfte jemanden auf frischer Tat, etwa beim Hinaustragen von Material, ist eine vorläufige Festnahme nach § 127 Abs. 1 StPO zulässig, sofern die Person fluchtverdächtig ist oder sich ihre Identität nicht sofort klären lässt. Die Mittel müssen verhältnismäßig sein, die Polizei wird sofort verständigt. Wo Jedermannsrechte und Hausrecht enden, zeigt unser Ratgeber zu Rechten und Grenzen im Wachdienst.
Notfall- und Alarmierungsabläufe festlegen
Für Brand, Unfall, Einbruch und technische Störungen sollte vorher feststehen, wer was tut.
- 1
Meldung aufnehmen
Ein Alarm der Brand- oder Einbruchmeldeanlage, ein Anruf aus dem Werk oder eine eigene Feststellung beim Rundgang.
- 2
Notruf absetzen
Bei Feuer, Verletzten oder Einbrechern im Gebäude sofort Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei rufen. Eigene Erkundung darf den Notruf nicht verzögern und niemanden gefährden.
- 3
Interne Alarmkette auslösen
Die benannten Personen informieren, etwa Werkleitung, Rufbereitschaft der Instandhaltung oder Fachkraft für Arbeitssicherheit – in festgelegter Reihenfolge und mit aktuellen Nummern.
- 4
Einsatzkräfte lotsen
Tore öffnen, Zufahrten freihalten und Feuerwehr oder Polizei zum richtigen Gebäude führen. Auf einem großen Gelände entscheidet Ortskenntnis über Minuten.
- 5
Dokumentieren und übergeben
Uhrzeiten, Maßnahmen und Beteiligte festhalten und an die Verantwortlichen im Betrieb weitergeben.
Werksruhe, Betriebsferien und Wochenenden
Steht die Produktion still, fällt ein Einbruch, ein Wasserschaden oder ein Schwelbrand womöglich erst Tage später auf. Betriebsferien im Sommer und zwischen den Jahren sind deshalb klassische Zeiten für zusätzliche Bewachung: von der durchgehend besetzten Pforte über mehrere Rundgänge pro Schicht bis zu mehreren Anfahrten pro Nacht durch einen Revierfahrer in Verbindung mit einer Alarmaufschaltung.
Sollen Sicherheitskräfte technische Anlagen wie Heizung oder Pumpen kontrollieren oder bedienen, gehört diese Nebentätigkeit laut Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 23 (Durchführungsanweisungen zu § 6) ausdrücklich in die auftragsbezogene Dienstanweisung. Für Kameras halten die Datenschutzaufsichtsbehörden in Urlaubszeiten ohne Geschäftsbetrieb eine längere Speicherdauer für möglich, aber nur mit Begründung und nicht pauschal für alle Kameras.
Vor dem ersten Dienst klären
Diese Punkte gehören in die Dienstanweisung oder die Einweisungsunterlagen:
- Aufgaben und Besetzungszeiten je Posten, einschließlich erlaubter Nebentätigkeiten
- Ansprechpartner und Alarmkette mit Vertretungen für Nacht, Wochenende und Betriebsferien
- Regeln für Besucher, Fremdfirmen, Lieferverkehr und Beschäftigte außerhalb der Schicht
- Schlüssel, Zutrittsmedien und Codes: Ausgabe, Aufbewahrung, Vorgehen bei Verlust
- Rundgangswege, die sicher begehbar und ausreichend beleuchtet sind
- Gefahrenbereiche wie Gefahrstofflager oder Hochregale und die nötige Schutzausrüstung
- Bestehende Betriebsvereinbarungen zu Kontrollen, Video und Zutrittssystemen
- Form und Häufigkeit der Berichte
Nachtkräfte sollen das Gelände nicht nur im Dunkeln, sondern auch bei Tageslicht gezeigt bekommen – so steht es in den Erläuterungen zur DGUV Vorschrift 23. § 6 dieser Vorschrift erlaubt die Übernahme eines Wachauftrags außerdem nur, wenn vermeidbare Gefahrstellen beseitigt oder ausreichend abgesichert sind.
Kostenfaktoren im Werkschutz
Grundlage des Preises sind fast immer die geleisteten Stunden. Orientierungswerte finden Sie in unserer Kostenübersicht für Sicherheitsdienste.
| Faktor | Was dahintersteckt |
|---|---|
| Besetzungszeiten | Eine rund um die Uhr besetzte Pforte bedeutet etwa 730 Einsatzstunden im Monat, rechnerisch mehr als vier Vollzeitstellen, Vertretung bei Urlaub und Krankheit nicht eingerechnet. Prüfen Sie, ob Personal zu Schicht- und Anlieferzeiten plus Technik für die übrigen Stunden ausreicht. |
| Nacht, Sonntag, Feiertag | Nach dem für allgemeinverbindlich erklärten Lohntarifvertrag für das Sicherheitsgewerbe in Baden-Württemberg erhöht sich der Stundengrundlohn nachts zwischen 20 und 6 Uhr um 15 %, sonntags um 35 % und an Feiertagen um 100 %. An Heiligabend und Silvester gilt der Feiertagszuschlag ab 12 Uhr. Betriebsferien zwischen den Jahren werden dadurch spürbar teurer. |
| Geforderte Qualifikation | Verlangen Sie einen Abschluss wie die Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft, gilt nach Tarifvertrag eine höhere Lohngruppe. |
| Aufgabenumfang | Lkw-Abfertigung, Waagen- oder Zutrittssysteme und zusätzliche Kontrollen erhöhen Einarbeitung und Personalbedarf. |
| Kombination mit Technik | Alarmaufschaltung und Videoüberwachung können Personalstunden ersetzen, haben aber eigene Einrichtungs- und laufende Kosten. |
Einsatzgebiet und Anfahrt
Unser Firmensitz ist Rutesheim. Ohne Verkehr beträgt die Fahrzeit nach Leonberg rund 8 Minuten, nach Sindelfingen etwa 22 und bis Stuttgart-Mitte ungefähr 29 Minuten. Bei fest eingeplanten Diensten spielt die Anfahrt kaum eine Rolle, wohl aber, wenn ein Alarm eine Anfahrt auslöst. Welche Fahrzeit für Ihr Werk realistisch ist, nennen wir Ihnen vorab. Weitere Orte unter Einsatzgebiete.
Aus unseren Einsätzen

Industriekunde Feintool
Das Industrieunternehmen Feintool zählt zu unseren Kunden.
Häufige Fragen: Werkschutz
Reicht für unser Werk Objektschutz oder brauchen wir Werkschutz?
Dürfen Ihre Sicherheitskräfte Taschen und Autos unserer Mitarbeiter kontrollieren?
Welche Qualifikation brauchen Sicherheitskräfte im Werkschutz?
Eigener Werkschutz oder externer Sicherheitsdienst – was passt besser?
Was passiert mit den Daten von Besuchern und Fremdfirmen?
Übernehmen Sie Werkschutz auch nur für Betriebsferien oder einzelne Wochenenden?
Weitere Leistungen
Objektschutz
Bewachung von Gebäuden, Lagern und Firmengeländen – als fester Posten oder mit Kontrollgängen.
Mehr erfahrenEmpfangs- & Pförtnerdienst
Besucheranmeldung, Ausweis- und Schlüsselverwaltung sowie erste Ansprechperson am Eingang.
Mehr erfahrenAlarmaufschaltung & Intervention
Ihre Alarmanlage wird auf SOX aufgeschaltet – bei Alarm prüfen wir die Meldung und schicken eine Einsatzkraft zum Objekt.
Mehr erfahrenVideoüberwachung
Planung, Einbau und Aufschaltung von Videoanlagen – die Vorgaben der DSGVO berücksichtigen wir schon bei der Planung.
Mehr erfahrenWerkschutz: Angebot anfragen
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