Sicherheitstechnik
Alarmaufschaltung: Wenn Ihre Anlage auslöst, fahren wir hin
Eine Alarmanlage, auf die niemand reagiert, schützt wenig. Bei der Aufschaltung gehen die Meldungen Ihrer Anlage bei uns ein. Wir prüfen den Alarm, schicken eine Einsatzkraft zum Objekt und holen Polizei oder Feuerwehr dazu, wenn die Lage es erfordert.
- Alarme laufen bei SOX auf – wir prüfen und fahren selbst zum Objekt
- Einsatzfahrten auch nachts sowie an Sonn- und Feiertagen
- Fahrzeit ab Rutesheim: Leonberg ca. 8 Min., Stuttgart-Mitte ca. 29 Min. (ohne Verkehr)
- Auf Wunsch Bewachung des Objekts nach einem Einbruch
Alarmaufschaltung: Ihre Anlage meldet an uns
Bei der Aufschaltung wird Ihre Einbruchmeldeanlage über ein Übertragungsgerät mit uns verbunden, je nach Anlage über Internet, Mobilfunk oder beides. Löst ein Melder aus, geht die Meldung bei uns ein, je nach Anlage mit Alarmart und betroffenem Bereich, auch wenn Sie schlafen oder verreist sind. Übertragen lassen sich auch Scharf- und Unscharfschaltungen oder Störungen.
Ob sich eine vorhandene Anlage aufschalten lässt, hängt von Zentrale und Übertragungsgerät ab. Das prüfen wir vor Vertragsbeginn. Haben Sie noch keine Anlage, lesen Sie zuerst, worauf es bei Planung und Einbau einer Alarmanlage ankommt.
- Einbruchalarm aus einem scharf geschalteten Bereich
- Überfall- oder Notrufalarm, etwa vom Taster an Kasse oder Empfang
- Sabotage, zum Beispiel ein geöffnetes Gehäuse oder ein abgerissener Melder
- Technische Störung wie Stromausfall oder ein gestörter Übertragungsweg
Was vor dem Start vereinbart wird
Im Alarmfall ist keine Zeit für Grundsatzfragen. Deshalb wird vorher schriftlich festgehalten, was bei welchem Alarm passiert. Versicherer nennen dieses Dokument Interventionsplan, im Alltag heißt es meist Alarmplan.
- Ansprechpartner in fester Reihenfolge, mit Nummern, die auch nachts erreichbar sind
- Ein Kennwort, mit dem sich Anrufer bei Rückfragen ausweisen
- Welche Meldungen sofort einen Einsatz auslösen und bei welchen zuerst angerufen wird
- Lageplan mit Zugängen, Meldebereichen und Standort der Zentrale
- Ob ein Schlüssel oder Transponder hinterlegt wird und wie Übergabe und Verwahrung dokumentiert werden
- Wer nach einem Einbruch Glaser oder Schlüsseldienst beauftragen darf und bis zu welchem Betrag
Nach der Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 23 müssen zu sichernde Objekte außerdem auf Gefahren geprüft und die Einsatzkräfte in das Objekt eingewiesen werden. Deshalb gehört vor dem Start eine Begehung dazu.
Ablauf im Alarmfall
So läuft ein Einsatz typischerweise ab. Die Einzelheiten regelt Ihr Alarmplan.
- 1
Alarm geht ein
Die Meldung kommt bei uns an, ab jetzt wird jeder Schritt mit Uhrzeit festgehalten.
- 2
Prüfung und Rückruf
Wir rufen die hinterlegten Kontakte an. Kann jemand mit dem richtigen Kennwort den Alarm erklären, lässt sich der Einsatz je nach Alarmplan abbrechen. Für Überfallalarme wird meist vereinbart, sofort die Polizei zu verständigen, denn ein Rückruf ins Objekt kann Betroffene gefährden.
- 3
Einsatzkraft fährt los
Ist der Alarm nicht eindeutig als Fehlalarm geklärt, fährt eine Sicherheitskraft zum Objekt.
- 4
Kontrolle vor Ort
Zuerst von außen: Türen, Fenster, Tore und Spuren von Aufbruch. Gibt es keine Hinweise auf Personen im Gebäude und liegt ein Schlüssel vor, wird auch innen kontrolliert.
- 5
Polizei oder Feuerwehr
Bei Einbruchspuren oder Verdacht auf Personen im Gebäude wird über 110 die Polizei gerufen, bei Rauch oder Feuer über 112 die Feuerwehr. Die Einsatzkraft behält das Objekt im Blick und informiert Polizei oder Feuerwehr bei deren Ankunft.
- 6
Absicherung nach einem Einbruch
Ein aufgebrochenes Objekt soll nicht offen stehen bleiben. Was dann geschieht, etwa ein Notverschluss durch den Glaser, ist im Alarmplan geregelt. Auf Wunsch übernehmen wir die Bewachung des Objekts, bis Tür oder Fenster repariert sind.
- 7
Protokoll
Uhrzeiten, Befund und Maßnahmen werden in einem Protokoll festgehalten. Es hilft auch bei der Schadenmeldung an Ihre Versicherung.
Intervention vor Ort: Aufgaben und Grenzen
Wer gewerblich nach einem Alarm zum Objekt fährt und dort fremdes Eigentum schützt, übt ein Bewachungsgewerbe aus: Das Unternehmen braucht eine Erlaubnis nach § 34a GewO, die Einsatzkräfte mindestens die Unterrichtung. Die bloße Annahme und Weiterleitung eines Alarms ist laut IHK dagegen keine Bewachung. Die DGUV Vorschrift 23 nennt die Alarmverfolgung ausdrücklich als Tätigkeit, die eine besondere Ausbildung erfordert. Fragen Sie bei Angeboten deshalb, wer im Alarmfall tatsächlich hinfährt. Bei SOX gehen die Alarme direkt bei uns ein, und wir fahren selbst zum Objekt.
Die Einsatzkraft hat keine Polizeibefugnisse. Sie handelt mit dem Hausrecht, das Sie übertragen, und den Rechten, die jedem zustehen. Trifft sie jemanden auf frischer Tat an, darf sie ihn nach § 127 StPO vorläufig festhalten, wenn Fluchtgefahr besteht oder seine Identität nicht feststeht, mit angemessenen Mitteln und bis die Polizei übernimmt. Gegen den Willen einer Person durchsuchen oder ihre Personalien feststellen darf sie nicht. Mehr dazu im Ratgeber Was darf ein Sicherheitsdienst?
Deuten Spuren darauf hin, dass Täter noch im Gebäude sind, ist Warten auf die Polizei die richtige Entscheidung. Das schützt die Einsatzkraft und erhält Spuren für die Ermittlungen.
Fahrzeiten ab Rutesheim
Wie schnell eine Einsatzkraft am Objekt ist, hängt vor allem vom Weg ab. Statt pauschaler Zusagen nennen wir die reinen Fahrzeiten ab unserem Firmensitz, auch für Objekte in Stuttgart.
| Ziel | Strecke | Fahrzeit ohne Verkehr |
|---|---|---|
| Leonberg | ca. 6 km | ca. 8 Minuten |
| Renningen | ca. 6 km | ca. 11 Minuten |
| Ditzingen | ca. 10 km | ca. 14 Minuten |
| Sindelfingen | ca. 19 km | ca. 22 Minuten |
| Böblingen | ca. 22 km | ca. 26 Minuten |
| Stuttgart-Mitte | ca. 22 km | ca. 29 Minuten |
Berechnet mit dem Routenplaner OSRM ohne Verkehr. Hinzu kommen Prüfung und Alarmierung, Verkehr, Wetter, der Ort, an dem die Einsatzkraft gerade ist, und gegebenenfalls ein laufender Einsatz. Eine realistische Einschätzung für Ihr Objekt erhalten Sie mit dem Angebot. Weitere Orte unter Einsatzgebiete.
Zertifizierte Leitstelle oder Polizeianschluss: was dahintersteht
Für Alarmempfangsstellen gibt es die Norm DIN EN 50518. Sie legt fest, wie solche Stellen geplant, errichtet und betrieben werden. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Zertifizierung nicht, Versicherer können sie aber vertraglich verlangen. Die polizeiliche Kriminalprävention rät, bei der Auswahl einer Leitstelle auf eine Zertifizierung durch ein akkreditiertes Prüfinstitut zu achten und darauf, dass Interventionspersonal für die Alarmprüfung vor Ort zur Verfügung steht.
Im VdS-System der Versicherer dokumentiert ein Interventionsattest, welche Maßnahmen im Alarmfall ergriffen werden. Wie das Installationsattest der Anlage kann es Grundlage des Versicherungsvertrags sein.
Direkt bei der Polizei laufen Alarme nur mit deren Genehmigung auf, die es bei besonderer Gefährdung gibt, etwa für raubgefährdete Betriebe. Die Übertragung läuft dann über einen von der Polizei zugelassenen Anbieter, Objektschlüssel nimmt die Polizei grundsätzlich nicht an.
Ob Ihre Versicherung eine bestimmte Zertifizierung oder ein Attest verlangt, klären wir vorab mit Ihnen, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben.
Notruf und Erreichbarkeit rund um die Uhr
Erreichbarkeit rund um die Uhr bedeutet bei uns konkret: Aufgeschaltete Alarme gehen direkt bei SOX ein, und telefonisch erreichen Sie uns auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen.
Anrufen können Sie auch ohne Aufschaltung, etwa wenn Ihre Anlage auslöst und Sie nicht selbst hinfahren können oder nach einem Einbruch kurzfristig Bewachung nötig ist. Ob und wann wir jemanden schicken können, sagen wir Ihnen direkt am Telefon.
- Bei Gefahr für Menschen, bei Feuer oder einem laufenden Einbruch zuerst 110 oder 112 wählen. Ein Sicherheitsdienst ersetzt keinen Notruf.
- Kunden mit Aufschaltung melden Handwerkertermine, Urlaub oder neue Ansprechpartner vorab, damit Alarme richtig eingeordnet werden.
- Fällt eine Brandmeldeanlage aus, kann eine Brandwache Teil der Ersatzmaßnahmen sein, abgestimmt mit der Baurechtsbehörde und gegebenenfalls dem Versicherer.
Wovon die Kosten abhängen
Die Kosten bestehen meist aus drei Teilen. Die Spannen sind marktübliche Orientierungswerte, nicht unsere Preisliste.
| Bestandteil | Marktübliche Spanne | Was den Preis beeinflusst |
|---|---|---|
| Einrichtung | ca. 50–600 € einmalig | Vorhandenes oder neues Übertragungsgerät, Programmierung, Begehung und Umfang des Alarmplans |
| Laufende Aufschaltung | ca. 20–60 € im Monat | Art und Zahl der Meldungen. Pakete mit Videobildern oder VdS-Anforderungen sind teurer |
| Einsatz am Objekt | ca. 50–100 € je Einsatz, darin etwa 30–60 Minuten Einsatzzeit | Entfernung und Tageszeit. Längere Einsätze werden meist nach Stundensatz berechnet |
Orientierungswerte (netto, Stand 2026) aus Marktübersichten, keine Preiszusage. Das verbindliche Angebot hängt von Anlage, Objekt und vereinbarten Leistungen ab. Stundensätze für Bewachung erklärt der Ratgeber Was kostet ein Sicherheitsdienst?
Häufige Fragen: Alarmaufschaltung & Intervention
Kann ich meine vorhandene Alarmanlage aufschalten lassen?
Wie schnell ist nach einem Alarm jemand vor Ort?
Was passiert bei einem Fehlalarm?
Ruft Ihre Einsatzkraft die Polizei?
Muss ich einen Schlüssel abgeben?
Verlangt meine Versicherung eine zertifizierte Alarmempfangsstelle?
Was ist der Unterschied zwischen Alarmaufschaltung und Revierdienst?
Weitere Leistungen
Alarmanlagen
Planung, Einbau und Wartung von Einbruchmeldeanlagen für Gewerbe und Privat.
Mehr erfahrenRevier- & Streifendienst
Kontrollfahrten zu wechselnden Zeiten mit Schließ-, Öffnungs- und Sichtkontrollen für mehrere Objekte.
Mehr erfahrenObjektschutz
Bewachung von Gebäuden, Lagern und Firmengeländen – als fester Posten oder mit Kontrollgängen.
Mehr erfahrenVideoüberwachung
Planung, Einbau und Aufschaltung von Videoanlagen – die Vorgaben der DSGVO berücksichtigen wir schon bei der Planung.
Mehr erfahrenAlarmaufschaltung & Intervention: Angebot anfragen
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